Märchen erzählen als Betreuende/r und Pflegeperson

Holding Hands with Elderly PatientEin Märchen zu erzählen oder vorzulesen ist keine Methode, sondern eine aktive Form der Hinwendung, der Liebe und der Aufmerksamkeit von Mensch zu Mensch. Es geht nicht um die Perfektion der Worte, sondern weit mehr um die Stimmung und Begegnung, die stattfindet. Das Zauberwort heißt „liebevolle Resonanz“ – mit den Figuren, der Geschichte, den Zuhörern. Wie ich berühre, so werde ich berührt und wenn ich mich fühle, kann ich auch andere/mit anderen fühlen. Für alle helfenden und heilenden Berufe gibt es daher eine gültige Regel: Anwesenheit ohne Resonanz ändert nichts am Gefühl der Einsamkeit. Beim Erzählen nehmen wir Kontakt auf, schauen in die Augen, streicheln eine Hand, lachen und weinen miteinander, sind verbunden.

Jegliche kreative Tätigkeit ist somit ein Geschenk für den Erzähler wie für den/die betreuten Menschen. Sie bringt in den Augenblick hinein,Close-up mid section of woman holding seedling in die Gegenwärtigkeit. Man kann einmal abschalten für kurze Zeit und wieder zu Atem kommen im anstrengenden und fordernden Alltag. Das einfühlsame Sicheinlassen beim Singen, Erzählen oder Musik machen birgt eine Chance, die Routine zu verlassen und sich zu öffnen für Freude und Lebendigkeit. Und wenn – vielleicht ganz unerwartet – ein Fünkchen Lebendigkeit zurückkommt, ist das Geschenk noch größer.

Gern gebe ich meine Erfahrungen im kleinen Rahmen wie auch in einem Tagesworkshop weiter.        

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Märchen & Demenz